Hydrologie und Hydrogeographie

Definitionen

Hydrologie

Unter Hydrologie versteht man „die Lehre von den physikalisch, chemisch und biologisch bedingten Erscheinungsformen des Wassers ĂŒber, auf und unter der ErdoberflĂ€che, speziell seiner Verteilung nach Raum und Zeit sowie seiner Wirkungen einschließlich der anthropogenen EinflĂŒsse” (Wilhelm 1997 in Glaser et al. 2016).

Hydrogeographie

Fokus der Hydrogeographie ist speziell der Wasserhaushalt, die rĂ€umlichen und zeitlichen VerĂ€nderungen der Speicherinhalte (z.B. OberflĂ€chen- oder Grundwasser) und dem Abflussverhalten hinsichtlich QuantitĂ€t (z.B. Niedrig- und Hochwasserabfluss) und QualitĂ€t (z.B. GewĂ€ssergĂŒte) (Wilhelm 1997 in Glaser et al. 2016).

Die Hydrogeographie ist somit eine Teildisziplin der Physischen Geographie, die sich mit der rÀumlichen Dimension hydrologischer Prozesse befasst und diese in den Kontext von Klima, Relief, Boden und Vegetation stellt.

Bedeutung von Wasser

Wasser ist essenziell fĂŒr:

Globale Wasserressourcen:

VerfĂŒgbares SĂŒĂŸwasser: Nur ca. 0,3% des globalen SĂŒĂŸwassers ist fĂŒr Menschen leicht zugĂ€nglich (FlĂŒsse, Seen, flaches Grundwasser).

Der Wasserkreislauf

Infolge von Schwerkraft und Sonnenenergie befindet sich das Wasser auf der Erde in einem stÀndigen Kreislauf zwischen den Ozeanen, der AtmosphÀre und dem Festland.

Prozesse des Wasserkreislaufs

1. Verdunstung (Evaporation)

2. Transpiration

3. Kondensation

4. Niederschlag (PrÀzipitation)

5. Abfluss (Runoff)

6. Infiltration und Perkolation

7. Speicherung

Wasserkreislauf – Quantifizierung

Globale FlĂŒsse (kmÂł/Jahr):

Ozean → AtmosphĂ€re:      434.000 (Verdunstung)
AtmosphĂ€re → Ozean:      398.000 (Niederschlag)
Land → AtmosphĂ€re:        71.000 (Evapotranspiration)
AtmosphĂ€re → Land:       107.000 (Niederschlag)
Land → Ozean:             36.000 (Abfluss)

Bilanz:

Verweilzeiten:

Aktuelle Forschung:

Wasserhaushalt und Wasserbilanz

Wasserbilanzgleichung

Die Wasserbilanz beschreibt die Inputs, Outputs und SpeicherÀnderungen in einem hydrologischen System.

Allgemeine Wasserbilanzgleichung:

ΔS = P - ET - Q ± G

Wobei:

FĂŒr ein Einzugsgebiet im Gleichgewicht (langfristig):

P = ET + Q

Einzugsgebiet (Catchment)

Beispiele:

Wasserhaushalt nach Klimazonen

Humides Klima (z.B. Feuchte Mittelbreiten):

Arides Klima (z.B. WĂŒsten):

Beispiele:

Abfluss und Abflussregime

Abflusskomponenten

Der Abfluss (Q) wird gebildet aus:

1. OberflÀchenabfluss (Surface Runoff)

2. Zwischenabfluss (Interflow)

3. Grundwasserabfluss (Baseflow)

Abflussganglinie (Hydrograph): Zeigt zeitliche Variation des Abflusses

Abflussregime

Abflussregime beschreiben charakteristische jahreszeitliche Abflussmuster.

Typen (nach Pardé):

1. Nivales Regime (Schnee-dominiert)

2. Pluviales Regime (Regen-dominiert)

3. Glaziales Regime (Gletscher-dominiert)

4. Komplexe Regime

Aktuelle Forschung:

Grundwasser

Definition

Grundwasser ist unterirdisches Wasser, das HohlrĂ€ume im Gestein vollstĂ€ndig ausfĂŒllt (SĂ€ttigungszone).

Grundwasserspeicher (Aquifer)

Typen:

Eigenschaften:

Grundwassertypen:

Grundwasserneubildung

Prozess:

  1. Niederschlag
  2. Infiltration in Boden
  3. Perkolation durch ungesÀttigte Zone
  4. Anreicherung im Grundwasserspeicher

Faktoren:

Deutschland:

Grundwassernutzung

Global:

Deutschland:

Probleme:

Aktuelle Forschung:

Seen

Definition und Klassifikation

Seen sind natĂŒrliche oder kĂŒnstliche stehende GewĂ€sser in Hohlformen der ErdoberflĂ€che.

Nach Genese:

Nach Wasserchemie:

Limnologie – Seenökologie

Thermische Schichtung (gemĂ€ĂŸigte Breiten):

Sommer:

Herbst/FrĂŒhjahr:

Winter:

Trophie (NĂ€hrstoffgehalt):

Eutrophierung:

Aktuelle Forschung:

GrĂ¶ĂŸte Seen der Welt

SeeFlĂ€che (kmÂČ)Tiefe (m)Typ
Kaspisches Meer371.000995Salzsee (Relikt)
Oberer See82.100406SĂŒĂŸwasser (glazial)
Victoriasee68.87084SĂŒĂŸwasser (tektonisch)
Tanganjikasee32.9001.470SĂŒĂŸwasser (tektonisch)
Baikalsee31.5001.642SĂŒĂŸwasser (tektonisch)

Baikalsee:

FlĂŒsse und FließgewĂ€sser

Flusssysteme

Hierarchie:

LĂ€ngsprofil:

Querprofil:

Flussmorphologie

GewÀssergrundrisse:

MĂ€ander:

Flussökologie

LĂ€ngszonen (nach Illies):

GewĂ€ssergĂŒte:

Flussökosystem-Konzepte:

GrĂ¶ĂŸte FlĂŒsse der Welt

FlussLĂ€nge (km)Abfluss (mÂł/s)Einzugsgebiet (kmÂČ)
Nil6.6502.8303.400.000
Amazonas6.400209.0007.050.000
Jangtsekiang6.30030.1701.800.000
Mississippi-Missouri6.27016.7903.270.000
Kongo4.70041.8003.680.000

Amazonas:

Virtuelles Wasser

Definition

Als „virtuelles Wasser” bezeichnet man die Menge an Wasser, welche fĂŒr die Herstellung und Weiterverarbeitung eines Produkts insgesamt benötigt wird (Allan 1993).

Konzept:

Beispiele

Lebensmittel (Liter Wasser/kg bzw. Liter):

Fußabdruck:

Globaler Wasserhandel:

Aktuelle Forschung:

Wasserknappheit und Wasserstress

Definitionen

Wasserstress (Water Stress):

Wasserknappheit (Water Scarcity):

Globale Situation

Betroffene Bevölkerung (UN 2021):

Hotspots:

Ursachen:

Konflikte:

Aktuelle Forschung:

Wassermanagement und Nachhaltigkeit

Integrated Water Resources Management (IWRM)

Prinzipien:

Instrumente:

Nachhaltigkeitsziel 6 (SDG 6)

UN Sustainable Development Goal 6: Clean Water and Sanitation

Ziele bis 2030:

Aktueller Stand (2023):

Zukunft: Klimawandel und Wasser

Erwartete VerÀnderungen:

Anpassungsstrategien:

Aktuelle Forschung:

Didaktische Ressourcen

Unterrichtsmaterialien:

Datenportale:

Interaktive Tools:

Videos:

Literatur

Standardwerke:

Aktuelle Forschung:

Zeitschriften:


WeiterfĂŒhrende Themen: